Der Winter, die Gelegenheit für gute Taten

Dank gebührt Allâh, dem Erhabenen. Möge Allâh uns vor dem Begehen von Sünden beschützen. Derjenige, der von Gott rechtgeleitet wurde, wird nicht in die Irre gehen und derjenige, der von Gott in die Irre geleitet wurde, wird keine Rechtleitung finden.

Diener Gottes! Der kluge Mensch ist derjenige, der seinen Herrn fürchtet, seinem schlechten Verlangen widerspricht und für das, was nach dem Tod kommt, arbeitet. Der Kluge ist derjenige, der sich innerlich und äußerlich an die Gesetzgebung hält, und sein Herz davor bewahrt, die Gottespreisung zu vergessen. Der kluge Mensch ist stets bestrebt die guten Taten auszuführen, ohne dabei der Langeweile oder Faulheit zu verfallen.

Dieser Artikel handelt über die guten Taten im Winter. Der Imâm At-Tirmidhiyy überliefert in seinem Werk As-Sunan über ^Âmir ibnu Mas^ûd, dass der Prophet Muhammad ﷺ folgendes sagte:

„الغنيمَةُ البَارِدَةُ الصَّوْمُ فِي الشِّتَاءِ“

Die Bedeutung lautet: „Die leichte Beute, ist das Fasten im Winter„.

Es wird überliefert, dass Abû Hurayrah sagte: „Soll ich euch nicht auf eine leichte Beute hinweisen?“ Sie sagten: „O doch!“ Darauf sagte er: „Das Fasten im Winter.

Ibnu Radjab al-Hambaly sagte: „Die Gebete in der Winternacht kommen dem Fasten am Sommertag gleich.

Abû Nu^aym überliefert mit einer sicheren Überlieferungskette, dass ^Umar Ibnu al-Khattâb folgendes sagte: „Der Winter ist die Beute der Diener Gottes.

Der Imâm Ahmad überliefert über Abî Sa^îd al-Khudriyy, dass der Prophet Muhammad ﷺ folgendes sagte:

„الشِّتاءُ رَبِيعُ الْمُؤْمِنِ“

Die Bedeutung lautet: „Der Winter ist der Frühling des Gläubigen„.

Der Imâm al-Bayhaqiyy überliefert die erwähnte Aussage mit folgender Hinzufügung:

„طَالَ لَيْلُهُ فَقَامَهُ، وَقَصُرَ نَهَارُهُ فَصَامَهُ“

Die Bedeutung lautet: „Seine Nacht ist lang, so kann er Gebete verrichten, und sein Tag ist kurz, so kann er ihn fasten“.

Diener Gottes! Wie kann der Muslim die Nacht und den Tag des Winters ausnutzen? Der Diener kann den Wintertag ohne große Anstrengung fasten. Er verspürt keinen großen Hunger und Durst, da der Wintertag kurz und kühl ist. Dieses wurde von den Gefährten des Propheten bestätigt. Sie widmeten dem Winter Aufmerksamkeit, hießen ihn willkommen, freuten sich über seine Ankunft und bewegten die Leute dazu, ihn auszunutzen. Der Gefährte des Propheten, Ibnu Mas^ûd, sagte: „Der Winter sei willkommen, in ihm kommt der Segen herab, die Nacht ist für die Gebete lang, und der Tag ist für das Fasten kurz.“

Hasan al-Basriyy sagte: „Welch eine hervorragende Zeit der Winter für den Gläubigen ist, seine Nacht ist lang, währenddessen kann er beten, und sein Tag ist kurz, ihn kann er fasten.“

Ein Rechtschaffener pflegte folgendes zu sagen, wenn der Winter eintraf: „O ihr, die an den Qur’ân glaubt, eure Nacht für euer Rezitieren desQur’ân ist länger geworden, so rezitiert, und der Tag für euer Fasten ist kürzer geworden, so fastet.

Wenn einer schon nicht wie der Prophet Dâwûd fastet, sollte er dann nicht montags und donnerstags fasten? Und wenn er auch nicht montags und donnerstags fastet, sollte er dann nicht die Tage al-Bîd fasten? Die Tage al-Bîd sind der 13., der 14. und der 15. Tag jeden Monats nach dem Mondkalender.

Diener Gottes! Der Winter ist eine goldene Gelegenheit für denjenigen, der die Belohnungen von Allâh anstrebt und ist eine leichte Beute für ihn. Weiterhin eine leichte Beute für denjenigen, der Pflichten nachzuholen hat oder die Kaffârah ausführen muss. So sollte man diese leichte Beute ausnutzen. Die Nacht im Winter ist lang, so dass man neben seinem Anteil an Schlaf, nachts auch für die Gebete aufstehen kann. Somit hat man sowohl zum Wohl seines Körpers als auch zum Nutzen für sein Jenseits beigetragen. Diener Gottes! In der Anbetung gibt es wahrlich einen Genuss.

^Abdu l-Lâh ibnu Wahb sagte: „Jede Annehmlichkeit hat einen einzigen Genuss außer die Anbetung, sie hat drei Genüsse: Erstens: Bei der Ausführung der Tat. Zweitens: Wenn man sich an sie erinnert. Drittens: Wenn man die Belohnung dafür erhält.

Abû Hurayrah teilte sich die Nacht in drei Abschnitte ein. Er sagte: „Ich habe die Nacht in drei Abschnitte eingeteilt: In einem Drittel bete ich, in einem Drittel schlafe ich und in einem Drittel erwähne ich die Aussagen des Gesandten Gottes.

Diener Gottes! Die Tage sind Zeiträume, die der Muslim Phase für Phase durchquert, und die besseren Menschen sind diejenigen, die in jeder Phase etwas für das Jenseits tun.

Diener Gottes! Es gibt keine Zweifel daran, dass es Pflichten gibt, die der volljährige Muslim ausführen muss. Haltet euch an die Pflichten, und sucht die Sitzungen auf, in denen die Religionslehre gelehrt wird, wie die in unseren Gebetshäusern. Nutzt die Gelegenheiten für die guten Taten! Denn bei Gott! Jeder von uns hofft auf die Rettung im Jenseits, und kann nicht einmal einer glühenden Kohle dieser Welt standhalten. Wie dann dem Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind! O Allâh, wir bitten Dich um Schutz vor der Hölle! Diener Gottes! Der Schutz der eigenen Person und der Angehörigen vor der Hölle, geschieht durch die Ausführung der Pflichten und die Unterlassung des Verbotenen.

Wir bitten Allâh, uns das Streben nach den guten Taten, und die Aufrichtigkeit zu bescheren. Wir bitten Ihn, uns dem Guten zuzuwenden und uns vor dem Schlechten zu beschützen.

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Veröffentlicht am 14. November 2011 in Für die Gottesdienste und mit , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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