Der Tag von ^Arafah Und die Einigkeit der Muslime

Der Prophet Muhammad, sagte:

„الحجُّ عرفة“

Die Bedeutung lautet:

„Das Stehen auf ^Arafah gehört zu den Pflichtbestandteile der Pilgerfahrt.“

Der neunte Dhu l-Hidjdjah ist der Tag, an dem die Pilger sich auf jenem Berg versammeln, um diese großartige Pflicht, welche eine bestimmte Zeit hat, zu verrichten.

Das Stehen auf ^Arafah bedarf eines großen Maßes an  Aufmerksamkeit, denn für die anderen Bestandteile der Pilgerfahrt besteht ein größerer Zeitraum.

Das Stehen auf ^Arafah muss in einem kurzen Zeitraum erbracht werden, und zwar in der Zeit zwischen dem Beginn des Mittagsgebetes des neunten Dhu l-Hidjdjah und dem Morgengebet des zehnten Dhu l-Hidjdjah.

Die erwähnte Aussage des Propheten Muhammad, bedeutet nicht, wie manche Unwissenden behaupten, dass wenn jemand das Stehen auf ^Arafah erbracht hat, so hätte er die Pilgerfahrt und die  ^Umrah erfüllt, ohne die anderen Bestandteile erbracht zu haben.

Das Stehen auf ^Arafah lässt die Pilger auf Grund ihrer hohen Anzahl von Menschen auf diesem Berg an das Jenseits denken.

An diesem Tag erlebt der Pilger wie seine Glaubensgeschwister aus den verschiedenen Ländern, mit unterschiedlichen Hautfarben, in ihren Sprachen Allâh, den Schöpfer aller Dinge, loben und Ihn um Erfüllung ihrer Bittgebete anflehen, in Furcht vor Seiner Bestrafung.

Der Tag ^Arafah ist der beste Tag im Jahr, weil sich eine so große Anzahl von Menschen auf diesem Berg versammelt und ein Bild der Einheit der Muslime zeigt.

Sie haben sich versammelt und preisen ihren Schöpfer, den Einzigen, Der keinen Teilhaber hat.

Allâh, der über alles Erhabene, sagt in der Sûratu Âl ^Imrân, Âyah 103:

{واعتصِموا بحبلِ اللهِ جميعا ولا تفَرَّقوا}

Die Bedeutung lautet:

{Haltet euch an eurer Religion fest und geht nicht auseinander}.

In dieser Âyah befielt Allâh uns an dieser Religion festzuhalten, so wie es die Gefährten des Propheten Muhammad, taten. Unter ihnen herrschte Vertrautheit und Brüderlichkeit.  Ihr Ziel war die Rechtschaffenheit zu erlangen und dafür erbrachten sie Opfer in finanzieller und persönlicher Hinsicht. Dennoch wurden sie nicht überheblich, sondern handelten im Rahmen der islamischen Gesetze. Sie schlugen keinen extremen Weg ein, sondern waren immer gemäßigt in dem, was sie taten.

Allâh, der über alles Erhabene, sagt in der Sûratu l-Baqarah, Âyah 142:

{وكذلك جعلناكُم أمةً وسطًا}

Die Bedeutung lautet:

{Allâh hat euch zu einer Gemeinschaft der Gemäßigtheit gemacht}.

In der heutigen Zeit erleben wir immer wieder Gruppierung, die unter dem Deckmantel des Islam Terror und Extremismus verbreiten. Mit ihren Handlungen spalten sie die Reihen der Muslime und fügen ihnen Schaden zu. Daher ist es Pflicht, vor diesen Menschen zu warnen, denn sie übertreten die Gesetze der islamischen Religion.

Das Erstaunliche ist, dass man immer wieder auf Personen trifft, die sich gegen die Warnungen dieser Gruppierungen stellen, obwohl diese Gruppierungen Menschen in die Irre führen, zu Unheil aufrufen und Gesetze verbreiten, die der islamischen Religion widersprechen.

Wir warnen vor diesen Gruppierungen und handeln nach den islamischen Gesetzen; das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten. Und dieses bedeutet nicht, dass wir die Reihen der Muslime spalten wollen. Würden wir nicht vor diesen Gruppierungen warnen, würde sich das Unheil verbreiten und vermehren.

Liebe Muslime, stellt euch vor. einer von euch wäre von einem Krebsgeschwür befallen, würde er dann sagen:

„Ich behalte meinen befallenen Arm oder Bein und lass es nicht amputieren, weil es ein Teil meines Körpers ist.“

Würde er diesen Körperteil behalten, bis sich das Krebsgeschwür im ganzen Körper verbreitet hat und er deshalb sterben müsste?! Gehört jener zu den klugen Menschen?! Würde einer von euch so handeln oder würde er sagen:

„Mein vom Krebsgeschwür befallenen Körperteil lasse ich amputieren, damit sich die Krankheit nicht in meinem ganzen Körper verbreitet.“

Diejenigen, die unter dem Deckmantel des Islam Unheil stiften und Schlechtes unter den Muslimen verbreiten, sind wie dieses Krebsgeschwür. Sollte man diese Gruppen weiter arbeiten lassen oder sollte man sie daran hindern, das Unheilstiftende zu verbreiten?!

Es ist Pflicht, vor diesen Gruppen und ihren Aussagen zu warnen, befolgt man dieses, können zwei Dinge erreicht werden:

Im optimalen Fall wird ein Erliegen dieser Gruppierungen bewirkt und wenn nicht wird zumindest das Ausmaß des Schadens an den Menschen der Welt verringert.

Somit sind beide Ergebnisse als positiv für die Gesellschaft zu bewerten.

Ist derjenige, der den richtigen Glauben verbreitet und dazu aufruft, dem Propheten und seinen Gefährten zu folgen, derjenige, der die Reihen der Muslime spaltet?! Oder derjenige der Millionen von Muslimen widerspricht?! Ist nicht derjenige, der die Muslime für ungläubig erklärt, weil sie Bittgebete mittels der Propheten und Heiligen machen, derjenige, der die Reihen der Muslime spaltet?! Ist nicht derjenige, der sagt, dass Allâh, der über alles Erhabene, auf dem Thron säße, derjenige, der allen Muslimen widerspricht, den Qur’ân leugnet und die Muslime spaltet und Unheil verbreitet?!

Die Anhänger dieser irregeführten Gruppierungen sind diejenigen, die behaupten, dass es in der  heutigen Gesellschaft keine Muslime mehr gibt und selbst die Gebetsrufer für ungläubig erklären, weil sie sich  nicht gegen ihre Regierung auflehnen.

Die Anhänger dieser Gruppierungen sind diejenigen, die zum Mord aufrufen und Menschen ohne Recht töten. Und dies erleben wir täglich.

Sie sind es, die nicht nur behaupten, dass es für Männer verboten sei, Frauen die islamische Religion zu lehren, sondern sie gehen einen Schritt weiter und behaupten, dass dieses Unglaube sei. Damit erklären sie die Muslime für ungläubig. Mit dieser Behauptung erklären sie sogar die Propheten für Ungläubige, denn die Propheten haben Männern und Frauen die islamische Religion gelehrt.

In diesem Sinne, bitte ich Allâh, den über alles Erhabenen, uns vor diesen Gruppierungen und ihren falschen Lehren zu schützen und uns zu vergeben.

Dieses dazu und Allâh weiß es am besten.

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Veröffentlicht am 4. November 2011, in Islamische Anlässe. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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