Archiv für den Monat November 2011

Feier anlässlich der Hidjrah 1433 und Rückkehr der Pilger in Hamburg

Auch in diesem Jahr veranstaltet die Al-Irschâd Moschee in Hamburg eine Feier anlässlich des islamischen Neujahres und der Rückkehr der Pilgerer. Jeder ist herzlich willkommen.

Link der Facebook-Veranstaltung: http://www.facebook.com/events/270833829630231/

Auch in den Moscheen anderer Städte werden Feiern zu diesem Anlass stattfinden. Fragt uns bei Interesse nach Informationen.


 

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Islamisches Neujahr 1433 H.

„Islam Info“ wünscht allen Muslimen ein gesegnetes Islamisches Neujahr

♥ 1433 H. ♥

Möge es euch jedes Jahr gut gehen!

Freitagsmitteilung

Liebe Geschwister im Islâm,
wir befinden uns wieder an einem Freitag, dem besten Wochentag!
Somit vernachlässigt es nicht, den Salât ^Ala n-Nabiyy, also das Bittgebet für den besten aller Propheten, dem Gesandten Muhammad, vermehrt aufzusagen.

Allâhumma Salli ^Ala Sayyidinâ Muhammad wa ^ala ‘Âlihi wa Sahbihi wa Sallim

Was drückt man mit dem Salât ^Ala n-Nabiyy aus ?

Damit bittet man Allâh, den Propheten Muhammad einen noch höheren Rang zu geben und seine Gemeinschaft vor dem zu schützen, was der Prophet für sie befürchtet.

Und wisset, dass wenn eine Person am Nachmittag des Freitags 80 mal „Allâhumma Salli ^alâ Muhammadinin-Nabiyyi l-´Ummiyy Wa ^alâ ´âlihi Wa Sallim“ sagt, ihr die Sünden von 80 Jahren vergeben werden.

Ratschlag an den Mann und die Frau

Gepriesen sei Allâh und möge Er dem Propheten Muhammad einen höheren Rang geben. Es ist so, dass der Gesandte  sagte:

„Khayrukum Khayrukum Linnisâ’“

Die Bedeutung lautet: „Der Beste unter euch, ist der Beste zu den Frauen.“

Dies bedeutet also wer den besseren Umgang mit den Frauen pflegt, dieser ist euer Bester. Die Gläubigen sind diejenigen, die guten Umgang mit den Frauen pflegen, ihr guter Umgang zu den Frauen ist mit Mitgefühl, Gnade und Wohltat. Das bedeutet, dass derjenige der guten Umgang zu den Frauen pflegt, der beste Muslim ist (natürlich unter den normalen Muslimen). Er behandelt sie mit Bescheidenheit, Mitgefühl, Gnade, lächelndem Gesicht, Wohltat, und verzeihen wenn sie Fehler begangen hat. Wer so ist, ist der beste unter den Männern, denn wer so zu seiner Frau ist, ist zu den anderen auch so und hat ein gutes Benehmen. Derjenige der gutes Benehmen hat, hat den Rang wie derjenige der aufeinander folgend fastet und in den Nächten betet.

Wer bescheiden ist, den Menschen vergibt die ihn schlecht behandelten, andere nicht verletzt, geduldig zu den Menschen ist, die ihn verletzten und guten Umgang zu den Menschen pflegt, ist wie derjenige, der in den Nächten betet und viele Tage Fastet, sechs oder acht Monate zum Pflichtfasten hinzu. Dieser ist bei Allâh, durch sein gutes Benehmen, wie dieser.

Die Bescheidenheit zu den Frauen ist etwas verlangtes, denn der beste der Männer ist wer den besseren Umgang zu seinen Frauen hat. Viele Männer behandeln ihre Frauen entgegengesetzt zu diesem Ausspruch. Viele von ihnen behandeln sie nicht wie es der Gesandte befohlen hat. Sie sind nicht bescheiden ihnen gegenüber und denken, dass sie höher seien als sie und das ist unerwünscht. Wünschenswert ist es, dass er bescheiden zu ihr ist, ihre Fehler verzeiht, wenn sie welche begeht und nicht Fehlern mit Fehlern begegnet. Dieser ist der beste der Männer, diejenigen aber, die die Frauen nicht so behandeln, gehören nicht zu den Menschen des hohen Ranges.

Wenn eine Frau einen schwachen Verstand hat, so soll er liebenswürdig zu ihr sein und sie mit Liebenswürdigkeit und Weisheit behandeln. Das Kind hat einen schwachen Verstand und wie behandelt man es? Nicht mit Gnade, Weisheit, Behutsamkeit, und Liebenswürdigkeit!?

Weiter sagte der Gesandte Gottes :

„Khayrukum Khayrukum li ‚Ahlihî wa ‚anâ Khayrukum li ‚Ahlî“

Die Bedeutung lautet: „Der Beste unter euch, ist der Beste zu seinen Frauen und ich bin der Beste zu seinen Frauen.“ (Dieses bedeutet: Ich behandel die Frauen am besten, viel besser als ihr und wer von euch den besten Umgang zu seinen Frauen hat, so ist er der beste der Muslime, somit der beste unter euch. Unter euch gibt es welche, die die Frauen gut behandeln und dieser ist euer bester und ich bin besser als ihr im Umgang zu den Frauen.)

Wenn der Gesandte Gottes bei einer seiner Frauen schlief, aus dem Grund der Reihenfolge der Aufteilung und am nächsten Morgen ihr Haus verließ, ging er zum Eingang von jedem Haus seiner Frauen und begrüßte jede Einzelne von ihnen.

Er wartete nicht darauf bis sie zu ihm kamen und ihn begrüßten. Schaut zu dieser Behandlung; welche Freude bereitete er der Frau, die er grüßt. Das ist der gute Umgang zu den Frauen, jedoch pflegt die Mehrheit der Männer keinen guten Umgang zu den Frauen und das ist widersprechend der Gesetzgebung. Allâh liebt denjenigen nicht!

Es wurde ein Ausspruch überliefert, der das Recht des Ehemanns belegt und dass man ihm gehorcht. Der Gesandte Gottes sagte: „Ahaqqu n-Nâsi bi l-Mar’ati Zawdjuhâ wa ´ahaqqu n-Nâsi bi r-Radjuli Ummuhu“.

Wenn die Frau von ihren Eltern zu etwas aufgefordert wird und ihr Mann sie zu etwas auffordert, worin keine Sünde besteht, hat sie ihrem Mann zu gehorchen. Sie hat die Gehorsamkeit zu ihm nicht zu unterlassen, sie gehorcht ihm und nicht ihren Eltern, dies ist die Bedeutung von „Ahaqqu n-Nâsi bi l-Mar’ati Zawdjuhâ“.

In der heutigen Zeit, behandeln viele Männer ihre Frauen nicht so wie Allâh es liebt und die Frauen behandeln ihre Männer nicht wünschenswert. Viele Frauen von vielen Männern beschweren sich über schlechten Umgang von ihren Männern. Das Nafs (Trieb) liebt die Überheblichkeit außer derjenige der sein Nafs Lillâhi Ta^âlâ unterdrückt. Die Bescheidenheit wird verlangt. Der Mann, der sich zuhause selbst dient anstatt zu warten, dass ihm seine Frau dient, dieser ist besser bei Allâh.

Der Gesandte Gottes, möge Allâh ihm einen höheren Rang geben, melkte seine Ziegen selber mit eigener Hand zu Hause anstatt zu einer seiner Frauen zusagen „melke du“. Er kümmerte sich selbst um das Haus. Das ist Bescheidenheit.

Wer seine Frauen, auf dieser Welt nicht mit Ungerechtigkeit behandelt, so ist ihr Zustand im Jenseits, wenn er sie nicht ungerecht behandelte und sie ihm gehorchte und ihm seine Rechte gab so, dass sie am Tag des jüngsten Gerichts nicht vor einander flüchten, weder sie vor ihm noch er vor ihr, aus Angst, dass eine Person von der anderen ihr Recht fordert. So auch Vater und Mutter und Kind und Mutter. Wenn sie guten Umgang zu einander pflegten ohne Ungerechtigkeit, vermisst es jeder von ihnen den anderen zu sehen. Sie flüchten jedoch von einander, wenn sie sich gegenseitig ungerecht behandelten.

Liebe Geschwister, hier sind zehn Ratschläge, die eine Mutter ihrer Tochter an ihrem Hochzeitstag, bevor sie die Wohnung verließ, gab. So sagte sie ihr:„Sei zu ihm wie eine Dienerin, und er wird zu dir wie ein Diener sein und merke dir diese Ratschläge, nach dem ich selbst gehandelt habe und dadurch ein glückliches Leben mit deinem Vater hatte:

  • Gehorche ihm und lebe in Zufriedenheit mit ihm.
  • Höre auf ihm und gehorche ihm.
  • Gebe Acht auf das was er erblickt und was er riecht. So sollten seine Augen niemals etwas Unangenehmes an dir sehen und er sollte nur den schönen Duft an dir riechen.
  • Achte auf die Zeit seines Essens und Schlafens.
  • Gehe vorsorglich mit seinem Besitz und seinen Angehörigen um.
  • Wehe dir, du zeigst ihm Freude, wenn er bekümmert und betrübt ist und wehe dir du bist betrübt und bekümmert, wenn er glücklich ist.
  • Und wisse, dass du nur das von ihm erzielen kannst, was du möchtest, wenn du dich nach ihm richtest und seine Neigungen und Wünsche befolgst.“

Wo findet man heutzutage so eine Mutter wie diese? Und welche Frau handelt nach diesen Ratschlägen heutzutage? Nur die wenigen. Der Prophet Muhammad, sallah l-Lâhu ^alayhi wa sallam, sagte:

„إذا صلت المرأة خمسها وصامت شهرها وحصنت فرجها وأطاعت بعلها (أي زوجها) دخلت من أي أبواب الجنة شاءت“.

Die Bedeutung lautet: Wenn die Frau die fünf Pflichtgebete verrichtet, den Monat Ramadân fastet, sich vor außerehelichem Geschlechtsverkehr bewahrt und ihrem Mann gehorcht, tritt sie ins Paradies ein.

Die Ehefrau, die ihrem Mann gehorcht erzielt dadurch einen hohen Rang bei Allâh.Die Frau soll nicht sagen: „Warum soll ich ihn und seine Kinder bedienen, ich bin doch nicht seine Dienerin.“ Sie sollte das mit der Absicht für Allâh machen, denn dieses kann der Grund sein, dass Allâh sie durch diese Tat vor der Bestrafung der Hölle beschützt. Wenn er nach Hause kommt, so sollte sie ihn mit Freude empfangen und zu ihm zugetan sein. Und wenn er ihr einen Wunsch nicht erfüllt, so sollte sie dies ihn nicht spüren lassen, dass er unfähig sei und sie sollte keine harten Worte zu ihm verwenden und ihn nicht tadeln. Sie sollte Geduld haben, wenn es ihnen nicht so gut geht und wenn er Sorgen hat ihn seine Sorgen vergessen lassen. Die rechtschaffene Ehefrau unterstützt ihren Ehemann, in der Religion. So ist das Heiraten ein Schutz vor dem Teufel.

Der Prophet Muhammad, salla l-Lâhu ^alayhi wa sallam, sagte:

„أربع من السعادة المرأة الصالحة والجار الصالح والبيت والواسع والمركب الهنيء“

Die Bedeutung lautet: Vier Dinge gehören zu einem glücklichen Leben: Die rechtschaffene Ehefrau, der fromme Nachbar…

So gehören diese Punkte zu den Gründen für ein glückliches Leben auf dieser Welt. So erfreut die rechtschaffene Ehefrau ihren Ehemann, wen er sie anblickt und sie ihm gehorcht, wenn er sie zu etwas auffordert und sich ihm nicht verweigert. Und sie sollte weder, Annânah noch Mannânah noch Hannânah noch Hadâqah noch Barrâqah noch Schaddâqah sein.

  • Al-Annânah bedeutet: Diejenige, die viel stöhnt und ächzt.
  • Al-Mannânah bedeutet: Diejenige, die ihrem Mann ihre Gunst immer wieder erwähnt, indem sie sagt. „Ich habe für dich das und jenes gemacht.“
  • Al-Hannânah bedeutet: Die Sehnsucht und Mitleid mit einem anderen Mann hat, als ihrem Ehemann.
  • Al-Hadâqah bedeutet: Diejenige, die ihren Mann zum Kauf von allem bringt, was ihr gefällt.
  • Al- Barrâqah bedeutet: Diejenige, die den ganzen Tag vor dem Spiegel sitzt und ihr Gesicht hübsch macht.
  • Al-Schaddâqah bedeutet: Diejenige, die viel spricht, was nichts Gutes beinhaltet.

So schaut euch nach einem rechtschaffenen Partner um und ihr werdet ein glückliches Leben haben. Der Mann soll der Frau ihre Rechte geben und die Frau ihrem Mann und wer dieses tut wird ein zufriedenes Leben führen.

Der Winter, die Gelegenheit für gute Taten

Dank gebührt Allâh, dem Erhabenen. Möge Allâh uns vor dem Begehen von Sünden beschützen. Derjenige, der von Gott rechtgeleitet wurde, wird nicht in die Irre gehen und derjenige, der von Gott in die Irre geleitet wurde, wird keine Rechtleitung finden.

Diener Gottes! Der kluge Mensch ist derjenige, der seinen Herrn fürchtet, seinem schlechten Verlangen widerspricht und für das, was nach dem Tod kommt, arbeitet. Der Kluge ist derjenige, der sich innerlich und äußerlich an die Gesetzgebung hält, und sein Herz davor bewahrt, die Gottespreisung zu vergessen. Der kluge Mensch ist stets bestrebt die guten Taten auszuführen, ohne dabei der Langeweile oder Faulheit zu verfallen.

Dieser Artikel handelt über die guten Taten im Winter. Der Imâm At-Tirmidhiyy überliefert in seinem Werk As-Sunan über ^Âmir ibnu Mas^ûd, dass der Prophet Muhammad ﷺ folgendes sagte:

„الغنيمَةُ البَارِدَةُ الصَّوْمُ فِي الشِّتَاءِ“

Die Bedeutung lautet: „Die leichte Beute, ist das Fasten im Winter„.

Es wird überliefert, dass Abû Hurayrah sagte: „Soll ich euch nicht auf eine leichte Beute hinweisen?“ Sie sagten: „O doch!“ Darauf sagte er: „Das Fasten im Winter.

Ibnu Radjab al-Hambaly sagte: „Die Gebete in der Winternacht kommen dem Fasten am Sommertag gleich.

Abû Nu^aym überliefert mit einer sicheren Überlieferungskette, dass ^Umar Ibnu al-Khattâb folgendes sagte: „Der Winter ist die Beute der Diener Gottes.

Der Imâm Ahmad überliefert über Abî Sa^îd al-Khudriyy, dass der Prophet Muhammad ﷺ folgendes sagte:

„الشِّتاءُ رَبِيعُ الْمُؤْمِنِ“

Die Bedeutung lautet: „Der Winter ist der Frühling des Gläubigen„.

Der Imâm al-Bayhaqiyy überliefert die erwähnte Aussage mit folgender Hinzufügung:

„طَالَ لَيْلُهُ فَقَامَهُ، وَقَصُرَ نَهَارُهُ فَصَامَهُ“

Die Bedeutung lautet: „Seine Nacht ist lang, so kann er Gebete verrichten, und sein Tag ist kurz, so kann er ihn fasten“.

Diener Gottes! Wie kann der Muslim die Nacht und den Tag des Winters ausnutzen? Der Diener kann den Wintertag ohne große Anstrengung fasten. Er verspürt keinen großen Hunger und Durst, da der Wintertag kurz und kühl ist. Dieses wurde von den Gefährten des Propheten bestätigt. Sie widmeten dem Winter Aufmerksamkeit, hießen ihn willkommen, freuten sich über seine Ankunft und bewegten die Leute dazu, ihn auszunutzen. Der Gefährte des Propheten, Ibnu Mas^ûd, sagte: „Der Winter sei willkommen, in ihm kommt der Segen herab, die Nacht ist für die Gebete lang, und der Tag ist für das Fasten kurz.“

Hasan al-Basriyy sagte: „Welch eine hervorragende Zeit der Winter für den Gläubigen ist, seine Nacht ist lang, währenddessen kann er beten, und sein Tag ist kurz, ihn kann er fasten.“

Ein Rechtschaffener pflegte folgendes zu sagen, wenn der Winter eintraf: „O ihr, die an den Qur’ân glaubt, eure Nacht für euer Rezitieren desQur’ân ist länger geworden, so rezitiert, und der Tag für euer Fasten ist kürzer geworden, so fastet.

Wenn einer schon nicht wie der Prophet Dâwûd fastet, sollte er dann nicht montags und donnerstags fasten? Und wenn er auch nicht montags und donnerstags fastet, sollte er dann nicht die Tage al-Bîd fasten? Die Tage al-Bîd sind der 13., der 14. und der 15. Tag jeden Monats nach dem Mondkalender.

Diener Gottes! Der Winter ist eine goldene Gelegenheit für denjenigen, der die Belohnungen von Allâh anstrebt und ist eine leichte Beute für ihn. Weiterhin eine leichte Beute für denjenigen, der Pflichten nachzuholen hat oder die Kaffârah ausführen muss. So sollte man diese leichte Beute ausnutzen. Die Nacht im Winter ist lang, so dass man neben seinem Anteil an Schlaf, nachts auch für die Gebete aufstehen kann. Somit hat man sowohl zum Wohl seines Körpers als auch zum Nutzen für sein Jenseits beigetragen. Diener Gottes! In der Anbetung gibt es wahrlich einen Genuss.

^Abdu l-Lâh ibnu Wahb sagte: „Jede Annehmlichkeit hat einen einzigen Genuss außer die Anbetung, sie hat drei Genüsse: Erstens: Bei der Ausführung der Tat. Zweitens: Wenn man sich an sie erinnert. Drittens: Wenn man die Belohnung dafür erhält.

Abû Hurayrah teilte sich die Nacht in drei Abschnitte ein. Er sagte: „Ich habe die Nacht in drei Abschnitte eingeteilt: In einem Drittel bete ich, in einem Drittel schlafe ich und in einem Drittel erwähne ich die Aussagen des Gesandten Gottes.

Diener Gottes! Die Tage sind Zeiträume, die der Muslim Phase für Phase durchquert, und die besseren Menschen sind diejenigen, die in jeder Phase etwas für das Jenseits tun.

Diener Gottes! Es gibt keine Zweifel daran, dass es Pflichten gibt, die der volljährige Muslim ausführen muss. Haltet euch an die Pflichten, und sucht die Sitzungen auf, in denen die Religionslehre gelehrt wird, wie die in unseren Gebetshäusern. Nutzt die Gelegenheiten für die guten Taten! Denn bei Gott! Jeder von uns hofft auf die Rettung im Jenseits, und kann nicht einmal einer glühenden Kohle dieser Welt standhalten. Wie dann dem Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind! O Allâh, wir bitten Dich um Schutz vor der Hölle! Diener Gottes! Der Schutz der eigenen Person und der Angehörigen vor der Hölle, geschieht durch die Ausführung der Pflichten und die Unterlassung des Verbotenen.

Wir bitten Allâh, uns das Streben nach den guten Taten, und die Aufrichtigkeit zu bescheren. Wir bitten Ihn, uns dem Guten zuzuwenden und uns vor dem Schlechten zu beschützen.

Die Glaubenslehre der Muslime – Teil 2

Frage:

Warum wurden die Djinn und Menschen erschaffen?

 

Antwort:

Allâh hat die Djinn und Menschen erschaffen, um ihnen zu befehlen, Ihn anzubeten.

Allâhu Ta^âlâ sagt im edlen Qur’ân, in der Sûratu dh-Dhâriyât, Âyah 56:

{وَمَا خَلَقْتُ الْجِنَّ وَالإِِنسَ إِلا لِيَعْبُدُونِ}

 Die Bedeutung lautet:

{Allâh hat die Djinn und die Menschen erschaffen, um ihnen zu befehlen, Ihn anzubeten}.

 

Imâm al-Bukhâriyy und Imâm Muslim überlieferten, dass der Prophet Muhammad, salla l-Lâhu ^Alayhi wa Sallam, sagte:

حقُّ اللهِ علَى الْعِبادِ أنْ يعبدُوهُ وَلا يُشرِكُوا بِهِ شَيئ“

Die Bedeutung lautet:

Die höchste Pflicht, die Gott Seinen Dienern auferlegt hat, ist, an Ihn zu glauben und Ihm keinen Partner beizugesellen„.

Bayram (Opferfest) Familien-Fest 2011 in Wedel

Auch dieses Jahr veranstaltet die Al-Irschâd Moschee Hamburg einen Familien-Fest anlässlich des Opferfestes 2011.

Facebook-Link zu der Veranstaltung: http://www.facebook.com/event.php?eid=289450721075266

Unser Tipp: www.ivwp.de

Wir empfehlen allen Muslimen den Besuch auf die Islam-Seite www.ivwp.de, welches nun im neuen Design verfügbar ist

Der Tag ^Arafah

Diener Gottes, ich ermahne euch und mich zur Rechtschaffenheit und seid rechtschaffen in euren Taten. Diese Welt hat ein Ende, sei auf ihr so, als ob du ein Fremder oder ein Reisender wärst. Sei auf dieser Welt wie ein Reisender, der sich im Schatten eines Obstbaumes ausruht und dann weggeht und diesen verlässt. Der Gesandte von Allâh ﷺ ist wahrhaftig in dem, was er sagte. Allâh, der Erhabene, sagt im edlen Qur’ân in der Sûrah al-Fadjr, Âyah 1-2:

{وَالفَجرِ وليالٍ عَشْرٍ}

Die Bedeutung lautet: {Bei der Morgendämmerung und den ersten zehn besonderen Nächten des Monats Dhu l-Hidjdjah}.

Wir befinden uns in großartigen und gesegneten Tagen und Nächten, die gut und vorzüglich sind. Es sind die ersten 10 Nächte des Monats Dhu l-Hidjdjah, die in der folgenden Âyah gemeint sind:

{ولَيَالٍ عَشْر}

Die Bedeutung lautet: {Bei den ersten  zehn besonderen Nächten des Monats Dhu l-Hidjdjah}.

 

Zu diesen gesegneten ersten zehn Tagen von Dhu l-Hidjdjah gehört der Tag ^Arafah. Der beste Tag in der Woche bei Allâh ist der Freitag und danach der Montag. Der Tag ^Arafah hat jedoch eine darüber hinaus gehende Besonderheit, mit der Allâh diesen Tag bestimmte. Tage, die Besonderheiten und Vorzüge haben und in denen für den Pilger der Tag al-Hadjdju l-´Akbar ist, d.h. der Festtag. Der Festtag ist der Tag al-Hadjdju l-´Akbar, ob an einem Freitag oder nicht. In diesen ersten zehn Tagen ist auch der Tag ^Arafah, der vor dem Festtag ist. Der Festtag wurde für den Pilger als der Tag al-Hadjdju l-´Akbar bezeichnet, weil die meisten Handlungen des Pilgers an diesem Tag sind, wie die Umkreisung der Ka^bah, das Kürzen oder Abrasieren der Kopfhaare und  das Bewerfen des Djamratu l-^Aqabah mit Steinchen. Diese vorzüglichen ersten zehn Tage des Monats Dhu l-Hidjdjah beginnen am ersten Tag des Monats Dhu l-Hidjdjah und gehen bis zum zehnten Tag, welcher der Festtag ist. Jeder dieser Tage hat eine Vorzüglichkeit bei Allâh, dem Erhabenen, denn wahrlich, die Belohnung für die guten Taten, die man darin verrichtet, vermehrt sich. Der Gesandte Gottes Muhammad ﷺ sagte:

مَا مِنْ أَيَّامٍ العَمَلُ فيهَا أَحَبُّ إلَى اللّهِ مِنْ عَشرِ ذِي الحِجَّةِ 

Die Bedeutung lautet: „Die Belohnung für die guten Taten, die ein Muslim in den ersten zehn Tagen des Monats Dhu l-Hidjdjah verrichtet, vermehrt sich“.

 

Sprecht in den ersten zehn Tagen von Dhu l-Hidjdjah viel den Tahlîl (Lâ ´Ilâha ´Illa l-Lâh), den Takbîr (Allâhu ´Akbar) und den Tahmîd (Al-Hamdu Lillâh) aus. Was das Fasten dieses Tages betrifft, so zählt dies als eine großartige Sunnah für denjenigen, der nicht die Pilgerfahrt ausführt. Allâh, der Erhabene, sagt im edlen Qur’ân in der Sûrah al-Baqarah, Âyah 203:

{وَاذْكُرُوا اللهَ فِي أَيَّامٍ مَعْدُودَات}

Die Bedeutung lautet: {Preist Gott viel und verrichtet gute Taten in den ersten zehn Tagen des Monats Dhu l-Hidjdjah}.

In dieser Âyah sind diese zehn Tage gemeint, in denen wir uns jetzt befinden, so bitten wir Allâh, unsere guten Taten in diesen Tagen zu akzeptieren und ebenso die Handlungen derjenigen, die die Pilgerfahrt zur Ka^bah ausführen. Wir bitten Ihn, uns die Pilgerfahrt und den Besuch des Grabes Seines Propheten Muhammad ﷺ zu bescheren.

Meine Brüder im Islam! Für den Aufenthalt auf ^Arafah wird weder ein bestimmtes Gebet noch eine bestimmte Gottespreisung vorausgesetzt. Die Gelehrten hießen es jedoch für gut, dass derjenige, der sich nach ^Arafah begibt, folgendes sagt:

اللهمَّ إليكَ توجَّهْتُ وَلِوَجْهِكَ الكَرِيمِ أَرَدْتُ فَاجْعَلْ ذَنْبِي مَغْفُورًا وَحَجِّي مَبْرُورًا وَارْحَمْنِي وَلا تُخَيِّبْنِي إنَّكَ عَلَى كُلِّ شَىءٍ قَدِيرٌ 

Die Bedeutung lautet: O Allâh, ich bin unterwegs, um diese Pflicht zu erfüllen; ich bitte Dich mir meine Sünden zu vergeben und mich für diese gute Tat zu belohnen, Du bist der Allmächtige.

 

Weiter sollte man viel die Talbiyah aufsagen:

لبيكَ اللهمَّ لَبَّيْكَ، لَبَّيْكَ لا شريكَ لكَ لبيكَ، إنَّ الحمدَ والنِّعمَةَ لكَ والملك، لا شريكَ لكَ 

Die Bedeutung lautet: Wir gehorchen Dir, O Allâh, wir gehorchen Dir. Wir gehorchen Dir, Du bist einzig, Du hast keinen Teilhaber, wir gehorchen Dir. Der Dank für die Gaben, die Du uns beschert hast, gebührt Dir, O Allâh. Du hast alles erschaffen und Du bist erhaben über einen Teilhaber.

 

Der Aufenthalt der Muslime in dem Gebiet ^Arafah, während sie „لبّيكَ اللهمَّ لبّيك، لبّيكَ لا شريكَ لكَ لبّيك، إنّ الحمدَ والنعمةَ لكَ والملك، لا شريكَ لك“ 

sagen, ist ein Standort, der Blicke auf sich zieht und nach dem sich die Herzen sehnen. Er ist ein Ort, für den die Augen aus Sehnsucht tränen, wie auch für Ummu l-Qurâ, Makkah und Minâ. Brüder im Islam! Gewiss, das Festhalten am Qur’ân und an der Sunnah des Gesandten Gottes ﷺ ist die Rettung. Wie großartig deine Aussage doch ist, o Gesandter Gottes:

يا أيُّهَا النَّاسُ إِنِّي قدْ تَرَكْتُ فِيكُم مَا إنِ اعْتَصَمْتُمْ بِهِ فَلَنْ تَضِلُّوا أَبَدًا: كِتَابَ اللهِ وَسُنَّةَ نبيِّهِ إِنَّ كُلَّ مُسْلِمٍ أَخُو المسلِمِ، المسلِمُون إِخوَة. 

Die Bedeutung lautet: O ihr Menschen! Ich habe euch den edlen Qur‘ân und meine Sunnah verkündet. Haltet euch daran fest und ihr werdet niemals in die Irre gehen. Jeder Muslim ist dem Muslim ein Bruder. Die Muslime sind Brüder im Islam.

 

Allâh, der Erhabene, sagt im edlen Qur’ân:

}وَكُنتُم علَى شفَا حفرةٍ منَ النارِ فَأنقَذَكُم مِنهَا} أَنْقَذْهُم مِنَ النَّارِ بِالإِسْلامِ. 

Die Bedeutung lautet: Allâh bewahrte euch, durch den Islam, vor der ewigen Bestrafung in der Hölle.

Brüder im Islam! Wir rufen dazu auf, an dem edlen Qur’ân und der Sunnah des Gesandten Gottes festzuhalten. Die Unwissenheit und krankhafte Anhänglichkeit am Falschen und an der Abweichung haben sich ausgebreitet, so ist es an der Zeit für die Hingabe zum Wissen und Handeln und für die Gemäßigkeit. Wir bitten Allâh, unseren Schöpfer, unseren Umgang miteinander zu verbessern und unsere Herzen miteinander zu versöhnen.

Brüder im Islam! Wir befinden uns in diesen vorzüglichen und gesegneten Tagen und aus diesem Anlass rufen wir erneut zur Wissensaneignung, Gemäßigkeit und Brüderlichkeit gemäß der islamischen Religion auf. Weiterhin rufen wir zu guten Charaktereigenschaften und Bescheidenheit auf, sowohl gegenüber Muslimen als auch gegenüber Nichtmuslimen. Wir fordern auf, den Extremismus zu unterlassen, der das Bild des Islam und der Muslime schädigt und rufen zum friedlichen Zusammenleben in diesem Land auf. Wir rufen dazu auf, sich das Wissen über Gott und Seinen Gesandten anzueignen sowie das Wissen bezüglich der islamischen Gesetzgebung, damit der Muslim in der Lage ist, zwischen Gutem und Schlechtem, Verbotenem und Erlaubtem, Richtigem und Falschem und Schönem und Abscheulichem zu unterscheiden.

Brüder im Islam! Eilt zur Reue in diesen gesegneten Tagen und vermehrt eure Bittgebete am Tag ^Arafah.

Bittet Allâh um Erleichterung für die Gemeinschaft an dem Tag, an dem Millionen Muslime auf dem Gebiet ^Arafah zusammenkommen. Bittet Allâh darum, die Muslime von ihrem Kummer und ihren Sorgen zu befreien, denn wahrlich, Gott ist der Allmächtige. An diesem Tag, an dem die Menschen sich dort versammeln, sollt ihr euch an den Tag der Versammlung erinnern und euch auf diesen gewaltigen Tag vorbereiten. Am Tag ^Arafah sollt ihr eure Bittgebete vermehren, Gott um Vergebung bitten, viel den Tahlîl und das Salâh für den Propheten Muhammad ﷺ aussprechen. Der Gesandte Gottes Muhammad sagte in einem Hadîth:

„ما رُؤِيَ الشيطانُ أَصْغَرَ وَلا أَحْقَرَ وَلا أَدْحَرَ ولا أغْيَظَ منهُ في يَوْمِ عرفةَ وما ذاكَ إلا أنَّ الرَّحْمَةَ تَنْزِلُ فِيهِ فيُتَجَاوَزُ عَنِ الذُّنُوبِ العِظَامِ“ 

Die Bedeutung lautet: Am Tag ^Arafah fühlt sich der Satan erniedrigt, ist zornig und wütend, da Gott, der Gnädige, an jenem Tag die großen Sünden Seiner Diener vergibt.

 

Und wisset liebe Brüder, dass Allâh, der Erhabene, im edlen Qur’ân sagt:

﴿يَا أَيُّهَا الَّذِينَ ءامَنُواْ اتَّقُواْ اللهَ وَابْتَغُواْ إِلَيهِ الْوَسِيلَةَ﴾ 

Die Bedeutung lautet: O ihr Gläubige, seid rechtschaffen und sucht nach den Mitteln, die euch dem Gehorsam Gottes näher bringen.

Zu diesen Mitteln gehören u.a. den Propheten Muhammad zu besuchen und mittels ihm Bittgebete zu Allâh auszusprechen, für die Erfüllung eines Bedürfnisses, Abwendung einer Not oder Erlösung von Kummer. Derjenige, der mittels des Propheten sein Bittgebet ausspricht, der verlangt von Allâh ihm einen Nutzen zu erschaffen, da der Muslim fest daran glaubt, dass Allâh Derjenige ist, Der in Wirklichkeit Nutzen und Schaden erschafft. Wie viele es doch heutzutage in dieser Gemeinschaft gibt, die eine große Sehnsucht danach haben, das Grab des Gesandten Gottes Muhammad ﷺ zu besuchen.

Wie sehr ich mich nach dir sehne, o Gesandter Gottes!

Wie sehr ich mich nach dir sehne, o geliebter Prophet Gottes!

Wie sehr ich mich danach sehne, vor deiner edlen Hudjrah, deinem Grab zu stehen!

Wie sehr ich mich danach sehne, diese schönen und wohlriechenden Düfte, die aus seinem edlen Grab ausströmen zu riechen!

Liebe Brüder! Wir raten den Muslimen allgemein und ganz besonders den Pilgern das Grab des Propheten ﷺ zu besuchen, und mittels ihm Bittgebete auszusprechen, denn er ist für euch ein Mittel so wie er für euren Vater Âdam ein Mittel war. Brüder im Islam! Es ist empfohlen für den Reisenden zur Moschee des Propheten Muhammad, um dort das Gebet zu verrichten und den Propheten zu besuchen, den Gehorsam Gott gegenüber zu beabsichtigen. Weiterhin ist für den Besucher empfohlen, dass er vor dem Eintritt in die Moschee die Großwaschung vollzieht und seine sauberste Kleidung anzieht. Nach dem Eintritt in die Moschee sollte der Besucher in der Rawdah oder woanders in der Moschee zwei empfohlene Gebetseinheiten verrichten, um Allâh für diese großartige Gabe dankbar zu sein und Ihn darum zu bitten, seine Wünsche zu erfüllen und seinen Besuch zu belohnen.

Danach begibt er sich zum Grab des Propheten, wendet sich der Grabeswand zu und senkt seinen Blick auf den untersten Bereich der Grabeswand, der er gegenüber steht. Der Besucher soll sich darüber bewusst sein, an was für einem edlen, gesegneten und besonderen Ort er sich aufhält. Er soll sein Herz nicht mit weltlichen Dingen beschäftigen und wissen, dass er sich an einem bedeutenden und sehr geehrten Ort befindet. Dann soll der Besucher den Propheten mit einer sanften Stimme grüßen, indem er sagt: „As-Salâmu ^alayka Yâ Rasûla l-Lâh“. Imâm at-Tabarâniyy, Imâm al-Bayhaqiyy und andere Gelehrte überlieferten, dass der Prophet Muhammad ﷺ folgendes sagte:

„مَنْ حَجَّ فَزَارَ قَبْري بعدَ وَفَاتِي فَكَأَنَّمَا زَارَنِي فِي حَيَاتِي“ 

Die Bedeutung lautet: Wer nach meinem Tod die Pilgerfahrt ausführt und mein Grab aufsucht, so ist es, wie wenn er mich zu meinen Lebzeiten besucht hätte.

Wir bitten Allâh, uns den Besuch und die Fürbitte des Propheten und sein Erblicken im Traum und beim Sterben zu bescheren. Wir bitten Allâh, uns mittels Seines Propheten Gesundheit zu bescheren. O Allâh, wir bitten Dich, unser Bittgebet zu erfüllen, uns unsere Sünden und Fehler zu vergeben, uns zu den Rechtgeleiteten gehören zu lassen und nicht zu denjenigen, die in die Irre gegangen sind. O Allâh, wir bitten Dich, unsere Sorgen und unseren Kummer von uns zu nehmen und uns vor dem zu schützen, was wir befürchten. Diener Gottes, Allâh fordert zur Gerechtigkeit, zu gutem Verhalten und zur Aufrechterhaltung der verwandtschaftlichen Beziehungen auf und Er verbietet die Schandtaten, das Schlechte und die Ungerechtigkeit. Dies ist eine Ermahnung, auf dass ihr nachdenken möget. Möge Allâh uns unsere Sünden vergeben, denn wahrlich, Er ist der Vergebende und der Gnädige. Dies dazu, und ich bitte Allâh für euch und mich um Vergebung.

Der Tag von ^Arafah Und die Einigkeit der Muslime

Der Prophet Muhammad, sagte:

„الحجُّ عرفة“

Die Bedeutung lautet:

„Das Stehen auf ^Arafah gehört zu den Pflichtbestandteile der Pilgerfahrt.“

Der neunte Dhu l-Hidjdjah ist der Tag, an dem die Pilger sich auf jenem Berg versammeln, um diese großartige Pflicht, welche eine bestimmte Zeit hat, zu verrichten.

Das Stehen auf ^Arafah bedarf eines großen Maßes an  Aufmerksamkeit, denn für die anderen Bestandteile der Pilgerfahrt besteht ein größerer Zeitraum.

Das Stehen auf ^Arafah muss in einem kurzen Zeitraum erbracht werden, und zwar in der Zeit zwischen dem Beginn des Mittagsgebetes des neunten Dhu l-Hidjdjah und dem Morgengebet des zehnten Dhu l-Hidjdjah.

Die erwähnte Aussage des Propheten Muhammad, bedeutet nicht, wie manche Unwissenden behaupten, dass wenn jemand das Stehen auf ^Arafah erbracht hat, so hätte er die Pilgerfahrt und die  ^Umrah erfüllt, ohne die anderen Bestandteile erbracht zu haben.

Das Stehen auf ^Arafah lässt die Pilger auf Grund ihrer hohen Anzahl von Menschen auf diesem Berg an das Jenseits denken.

An diesem Tag erlebt der Pilger wie seine Glaubensgeschwister aus den verschiedenen Ländern, mit unterschiedlichen Hautfarben, in ihren Sprachen Allâh, den Schöpfer aller Dinge, loben und Ihn um Erfüllung ihrer Bittgebete anflehen, in Furcht vor Seiner Bestrafung.

Der Tag ^Arafah ist der beste Tag im Jahr, weil sich eine so große Anzahl von Menschen auf diesem Berg versammelt und ein Bild der Einheit der Muslime zeigt.

Sie haben sich versammelt und preisen ihren Schöpfer, den Einzigen, Der keinen Teilhaber hat.

Allâh, der über alles Erhabene, sagt in der Sûratu Âl ^Imrân, Âyah 103:

{واعتصِموا بحبلِ اللهِ جميعا ولا تفَرَّقوا}

Die Bedeutung lautet:

{Haltet euch an eurer Religion fest und geht nicht auseinander}.

In dieser Âyah befielt Allâh uns an dieser Religion festzuhalten, so wie es die Gefährten des Propheten Muhammad, taten. Unter ihnen herrschte Vertrautheit und Brüderlichkeit.  Ihr Ziel war die Rechtschaffenheit zu erlangen und dafür erbrachten sie Opfer in finanzieller und persönlicher Hinsicht. Dennoch wurden sie nicht überheblich, sondern handelten im Rahmen der islamischen Gesetze. Sie schlugen keinen extremen Weg ein, sondern waren immer gemäßigt in dem, was sie taten.

Allâh, der über alles Erhabene, sagt in der Sûratu l-Baqarah, Âyah 142:

{وكذلك جعلناكُم أمةً وسطًا}

Die Bedeutung lautet:

{Allâh hat euch zu einer Gemeinschaft der Gemäßigtheit gemacht}.

In der heutigen Zeit erleben wir immer wieder Gruppierung, die unter dem Deckmantel des Islam Terror und Extremismus verbreiten. Mit ihren Handlungen spalten sie die Reihen der Muslime und fügen ihnen Schaden zu. Daher ist es Pflicht, vor diesen Menschen zu warnen, denn sie übertreten die Gesetze der islamischen Religion.

Das Erstaunliche ist, dass man immer wieder auf Personen trifft, die sich gegen die Warnungen dieser Gruppierungen stellen, obwohl diese Gruppierungen Menschen in die Irre führen, zu Unheil aufrufen und Gesetze verbreiten, die der islamischen Religion widersprechen.

Wir warnen vor diesen Gruppierungen und handeln nach den islamischen Gesetzen; das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten. Und dieses bedeutet nicht, dass wir die Reihen der Muslime spalten wollen. Würden wir nicht vor diesen Gruppierungen warnen, würde sich das Unheil verbreiten und vermehren.

Liebe Muslime, stellt euch vor. einer von euch wäre von einem Krebsgeschwür befallen, würde er dann sagen:

„Ich behalte meinen befallenen Arm oder Bein und lass es nicht amputieren, weil es ein Teil meines Körpers ist.“

Würde er diesen Körperteil behalten, bis sich das Krebsgeschwür im ganzen Körper verbreitet hat und er deshalb sterben müsste?! Gehört jener zu den klugen Menschen?! Würde einer von euch so handeln oder würde er sagen:

„Mein vom Krebsgeschwür befallenen Körperteil lasse ich amputieren, damit sich die Krankheit nicht in meinem ganzen Körper verbreitet.“

Diejenigen, die unter dem Deckmantel des Islam Unheil stiften und Schlechtes unter den Muslimen verbreiten, sind wie dieses Krebsgeschwür. Sollte man diese Gruppen weiter arbeiten lassen oder sollte man sie daran hindern, das Unheilstiftende zu verbreiten?!

Es ist Pflicht, vor diesen Gruppen und ihren Aussagen zu warnen, befolgt man dieses, können zwei Dinge erreicht werden:

Im optimalen Fall wird ein Erliegen dieser Gruppierungen bewirkt und wenn nicht wird zumindest das Ausmaß des Schadens an den Menschen der Welt verringert.

Somit sind beide Ergebnisse als positiv für die Gesellschaft zu bewerten.

Ist derjenige, der den richtigen Glauben verbreitet und dazu aufruft, dem Propheten und seinen Gefährten zu folgen, derjenige, der die Reihen der Muslime spaltet?! Oder derjenige der Millionen von Muslimen widerspricht?! Ist nicht derjenige, der die Muslime für ungläubig erklärt, weil sie Bittgebete mittels der Propheten und Heiligen machen, derjenige, der die Reihen der Muslime spaltet?! Ist nicht derjenige, der sagt, dass Allâh, der über alles Erhabene, auf dem Thron säße, derjenige, der allen Muslimen widerspricht, den Qur’ân leugnet und die Muslime spaltet und Unheil verbreitet?!

Die Anhänger dieser irregeführten Gruppierungen sind diejenigen, die behaupten, dass es in der  heutigen Gesellschaft keine Muslime mehr gibt und selbst die Gebetsrufer für ungläubig erklären, weil sie sich  nicht gegen ihre Regierung auflehnen.

Die Anhänger dieser Gruppierungen sind diejenigen, die zum Mord aufrufen und Menschen ohne Recht töten. Und dies erleben wir täglich.

Sie sind es, die nicht nur behaupten, dass es für Männer verboten sei, Frauen die islamische Religion zu lehren, sondern sie gehen einen Schritt weiter und behaupten, dass dieses Unglaube sei. Damit erklären sie die Muslime für ungläubig. Mit dieser Behauptung erklären sie sogar die Propheten für Ungläubige, denn die Propheten haben Männern und Frauen die islamische Religion gelehrt.

In diesem Sinne, bitte ich Allâh, den über alles Erhabenen, uns vor diesen Gruppierungen und ihren falschen Lehren zu schützen und uns zu vergeben.

Dieses dazu und Allâh weiß es am besten.