Die Warnung vor der Zauberei und Scharlatanerie

 

 

 

 

 

 

 

Allâhu Ta^âlâ sagt:

﴿واتَّقُوا يومًا تُرجعونَ فيهِ إلى اللهِ ثم تُوفَّى كلُّ نفسٍ ما كسبَتْ وهم لا يُظلَمون﴾

Die Bedeutung lautet: Und fürchtet euch vor dem Tag, an dem Allâh euch zur Rechenschaft ziehen wird und an dem jeder Diener Gottes für seine Taten entlohnt und keinem von ihnen Unrecht zugefügt werden wird.

Und wisset, dass Allâhu Ta^âlâ sagt:

﴿قل لا يعلمُ من في السمواتِ والأرضِ الغيبَ إلا الله

Die Bedeutung lautet: Sage (o Muhammad), nichts und niemand außer Allâh weiß das gesamte Verborgene.

Brüder im Islam, zu den Angelegenheiten, die Allâh nur für Sich bestätigte und keinem Seiner Geschöpfe zuteilwerden ließ, gehört das Wissen über das Verborgene, sodass niemand außer Allâh das gesamte Verborgene weiß. Die Propheten und Engel wissen nur das, was Allâh sie wissen ließ und sie haben keine Kenntnis über das gesamte Verborgene, sondern nur über einiges des Verborgenen, was Allâh für sie vorherbestimmte zu wissen. Brüder im Islam, daher ist es Pflicht, vor denjenigen zu warnen, die behaupten, die Zukunft voraussagen zu können und behaupten, dass ihnen das Verborgene, das noch eintreten wird, offenbart werden würde. Einige von ihnen machen den Menschen vor, religiös zu sein und dass sie deswegen Wissen über das Verborgene hätten. Wisset aber, dass der Gesandte Gottes ﷺ sagte:

„مَنْ أَتَى كَاهنًا أَوْ عَرافاً فَصَدَّقَهُ بِمَا يَقُولُ فَقَدْ كَفَرَ بِمَا أُنْزِلَ عَلَى مُحَمَّدٍ

Die Bedeutung lautet: Wer sich zu einem (sogenannten) Wahrsager begibt, ihn nach etwas fragt und ihm in seiner Behauptung, das gesamte Verborgene zu kennen, glaubt, so ist er der Botschaft des Propheten Muhammad gegenüber ungläubig geworden.

Dies bedeutet: Wer glaubt, dass der sogenannte Wahrsager das Verborgene kennt, begeht Unglauben. Wer aber glaubt, dass es sein könnte, dass seine sogenannte Vorhersagung zutreffen könnte oder auch nicht, begeht keinen Unglauben, jedoch eine Sünde, indem er ihn fragt.

Der Kâhin unter den sogenannten Wahrsagern behauptet, die zukünftigen Ereignisse vorhersagen zu können und stützt sich dabei auf die Sterneberechnung oder wird dabei von den Djinn unterstützt, oder schaut in den Kaffeesatz, oder stützt sich dabei auf das sogenannte Buch “Qar^atu l-´Anbiyâ´“ oder das Buch von Abû Ma^schar al-Falakiyy, der behauptete, dass die Ereignisse aller Menschen von den zwölf Sternzeichen abhängig wären. Einige von ihnen benutzen dabei Sand, Steinchen oder Getreide. Der ^Arrâf unter den sogenannten Wahrsagern behauptet, über das Vergangene zu berichten, wie über Diebstähle und Ähnliches.

Die Gefahr dieser Menschen ist groß, sie führen viele Menschen in die großen Sünden. Einige der sogenannten Wahrsager werden von einigen Menschen „Rûhâniyyûn“ genannt und stützen sich auf deren Behauptungen, weil sie glauben, dass sie eine Verbindung zu den Engeln hätten, obwohl sie sich in Wahrheit auf die großsündigen Djinn, sowohl ungläubige Djinn also auch andere, stützen. Einige von ihnen nehmen einen ungezählten Teil der Gebetskette und zählen diese mit den Wortlauten „tun“ und „nicht tun“ ab, und wenn er beim Wortlaut „tun“ endet, dann sagt er „diese Angelegenheit wird Erfolg haben“ und wenn er beim Wortlaut „nicht tun“ endet, dann sagt er „diese Angelegenheit wird keinen Erfolg haben“. Einige von ihnen sagen dabei die Wortlaute „Allâh“, „Muhammad“, „^Aliyy“ und „Abû Djahl“ auf und wenn sie beim Wortlaut „Allâh“, „Muhammad“ oder „^Aliyy“ enden, dann sagen sie „die Angelegenheit wird Erfolg haben“ und wenn sie beim Wortlaut „Abû Djahl“ enden, dann sagen sie „diese Angelegenheit wird keinen Erfolg haben“. Diese Methode wenden sie an für ihre Reisen, ihren Handel und andere Angelegenheiten wie die Ehe. Dies alles hat die Gesetzgebung der Azlâm, den Allâh im edlen Qur´ân verbot. Allâhu Ta^âlâ sagt:

﴿حُرِّمَت عليكم الميتةُ والدمُ﴾ إلى قوله ﴿وأن تَسْتَقْسِموا بالأَزْلامِ

Die Bedeutung lautet: Verboten für euch ist die verbotene Tierleiche, das Blut – in derselben Âyah folgt – und al-´Azlâm.

Al-´Azlâm sind Pfeile: Auf einen Teil der Pfeile schrieben sie „Allâh hat mir befohlen“, auf den zweiten Teil schrieben sie „Allâh hat mir verboten“. Auf den dritten Teil schrieben sie nichts, sodass sie diese Angelegenheit so oft durchführten, bis das Ergebnis eines der beiden ersten Behauptungen war. Dies ist verboten und eine Abweichung; und wie oft hören wir über Menschen, die, wenn sie verreisen, Handel betreiben oder heiraten wollen, solche sündige Menschen aufsuchen.

Diese Menschen täuschen die anderen, indem sie sagen, sie führten die Menschen zusammen und trieben sie nicht auseinander und machten keinen Zauber, trotzdem sind ihre Handlungen verboten und nicht erlaubt, liebe Brüder im Islam.

Einige von ihnen schreiben oder lesen Âyât aus dem edlen Qur´ân, um die Menschen zu täuschen, so seid vor ihnen gewarnt und seid vor den bereits erwähnten Büchern gewarnt, deren Namen ich wiederhole, damit ihr vor diesen gewarnt seid und diese Bücher beseitigt, wenn ihr könnt. Ein Buch wird genannt „Qar^atu l-´Anbiyâ´“, in dem sich eine Auflistung von Namen einiger Propheten befindet. Darin wird behauptet: „Wer sein Schicksal erfahren will, schließt die Augen nach dem Lesen der Sûrah al-Fâtihah (dies ist eine Täuschung), legt seinen Finger auf die Auflistung und sagt dann: dein Schicksal ist so und so.“

Das zweite Buch ist das von Abû Ma^schar al-Falakiyy. Darin sagt er zum Menschen, nachdem er seinen Namen und den Namen seiner Mutter berechnet: Dein Sternzeichen ist jenes und dies ist für jenes nützlich.

Das dritte Buch wird „Schams al-Ma^ârif al-Kubrâ“ genannt. Dieses Buch beinhaltet Unglauben – Sonnenanbetung, Mondanbetung, Marsanbetung – und viele Menschen werden wahnsinnig durch dieses Buch. Darin sagt er: „Wenn du im Alleinsein in jener Anzahl jenes aufsagst, dann erscheint dir ein Rûhâniyy und dieser sagt zu dir: Du wirst großes Ansehen und viel Vermögen erlangen.“

Ich warne euch auch vor den sogenannten Wahrsagern, die von einigen Menschen „Rûhâniyyûn“ genannt werden, weil einige Menschen über sie glauben, dass sie eine Verbindung zu den Engeln hätten, in Wahrheit sich aber auf die Unterstützung der großsündigen Djinn – nicht gläubige und andere Djinn – stützen.

Es geschah, dass eine junge Frau, deren Ehemann verstorben war, zu solch einem Menschen ging. Sie sagte: „Er brachte die Seele meines Ehemannes herbei und später kam sie im Abbild meines Ehemannes zu mir nach Hause.“

Diener Gottes, niemand kann die Seele des Menschen, wohin er will, bringen – gleich, ob sie die Seele eines Gottesfürchtigen oder Großsündigen ist. Die Seelen der Gottesfürchtigen lieben es, nicht zur Welt zurückzukehren, auch nicht, wenn sie dann die gesamte Welt und das, was sich darin befindet, besitzen würden. Die Seelen der nicht gläubigen Personen unterliegen den Engeln der Bestrafung, sodass diese Betrüger, die sich Wahrsager nennen, nicht in der Lage sind, die Seelen der Nichtgläubigen von den Engeln der Bestrafung fort zu bringen. Was sie stattdessen herbeiführen, sind Djinn, die über die Person Bescheid wissen.

Bruder im Islam, wenn du dich an die islamischen Gesetze halten und eine Angelegenheit beginnen willst, dann handle so, wie der Gesandte Gottes ﷺ uns beibrachte, indem du, bevor du dich in diese Angelegenheit begibst, zwei Gebetseinheiten verrichtest, danach das „al-Istikhârah-Bittgebet“ aufsagst und dann diese Angelgenheit angehst. Und wenn du dich vor dem Schaden der Djinn und der Zauberei schützen willst, dann halte dich an das Lesen der Sûrah al-Falaq und der Sûrah an-Nâs morgens und abends, jedoch mit richtiger Aussprache.

Dies dazu und ich bitte Allâh für mich und euch um Vergebung.

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Veröffentlicht am 27. Oktober 2011 in Warnungen vor Sünden und mit , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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