Das Aufsuchen der erleuchteten Stadt Al-Madînah Al-Munawwarah

Die islamischen Gelehrten sagten, dass die Stadt des Propheten Muhammad  viele Namen wie Al-Madînah, Tâbah, Taybah und Ad-Dâr trägt. Allâh, der Erhabene, nennt die erleuchte Stadt in der Surâtu t-Tawbah, Âyah 120,  „AlMadînah“.

Imâm Muslim überlieferte in seinem berühmten Werk „Sahîh Muslim„, dass der Gesandte Gottes sinngemäß sagte:

Allâh nannte Al-Madînah Tâbah

Sie wurde Tâbah“ und Taybah“ genannt, da sie rein von Götzenanbetung ist. Einer Aussage nach wurde sie so genannt, weil ihre Einwohner freundlich und friedlich waren und die Sicherheit gewährt haben. Einer Aussage nach wurde sie so genannt, weil dort das Leben angenehm ist.

Sie wurde Ad-Dâr“ genannt, da in ihr das Leben sicher ist. Und sie wurde „Al-Madînah“ genannt, weil die dort lebenden Menschen Allâh gegenüber gehorsam waren und sie wurde mit dem Propheten Muhammad  erleuchtet.

Die islamischen Gelehrten der Rechtschule von Ahmad Ibn Hanbal und Mâlik ibn Anas und andere haben gesagt, dass die Erde, die den Körper des Propheten Muhammad umgibt, bei Allâh besser als der Thron ist.

Wer die Stadt Al-Madînah betritt, sollte den Propheten Muhammad  besuchen und sein Grab aufsuchen, denn dies gehört zu den guten Taten und frommen Handlungen.

Bruder im Islam, wenn du die Moschee des Propheten Muhammad  aufsuchst, so stelle dich vor sein Grab in die Nähe des Minbars und sag:

As-Salâmu ^Alayka Ayyuha n-Nabiyyu Wa Rahmatu l-Lâhi Wa Barakâtuh. Allâhumma Salli ^Alâ Muhammad wa ^Alâ ´Âli Muhammad Kamâ Sallayta ^Alâ ´Ibrâhîm Wa ^Alâ ´Âli ´Ibrâhîm. Allâhumma A^ti Muhammadan Al-Wasîlata Wa l-Fadîlata Wa d-Daradjata r-Rafî^âta Wa l-Maqâma l-Mahmûda l-Ladhî Wa^attah.  Allâhumma Innaka Qulta Fî Kitâbika Linabiyyika Fî Sûrati n-Nisâ‘ Âyah 64:

{وما أَرْسَلْنَا مِنْ رَسُولٍ إِلاَّ لِيُطَاعَ بِإِذْنِ اللهِ وَلَوْ أَنَّهم إِذْ ظَلَمُوا أَنْفُسَهم جَاءُوكَ فَاسْتَغْفَرُوا اللهَ وَاسْتَغْفَرَ لَهُمُ الرسولُ لَوَجَدُوا اللهَ تَوَّابًا رحِيمًا}

[Wa Mâ Arsalnâ Min Rasûlin ´Illâ Liyutâ^a Bi’idhni l-Lâh Wa Law Annahum Idh Dhalamû Anfusahum Djâ’ûka Fastaghfaru l-Lâha Wastaghfara Lahumu r-Rasûlu Lawadjadu l-Lâha Tawwâban Rahîmâ].

Innî Qad Ataytu Nabiyyaka Tâ’iban Mustaghfiran Fa As’aluka An Tûdjiba Lil-Maghfirata Kamâ Awdjabtahâ Athbattahâ Liman Atâhu Fî Hayâtihi“.

Dies ist, was einige islamischen Gelehrten überlieferten, was während des Besuches beim Propheten Muhammad  gesagt werden sollte, beabsichtigend Gott um Vergebung zu bitten.

Berühre auch die Kanzel und den Baumstumpf, den der Prophet während der Freitagsansprache zu berühren pflegte, der sich nach dem Propheten sehnte. Der Baumstumpf sehnte sich nach dem Propheten, nachdem dieser unterließ, ihn zu berühren. Er gab ein Klagegeräusch von sich, wie ein kleines Kind, das von seiner Mutter verlassen wird.

Nutze auch die Gelegenheit, in der Rawdah zu beten, denn der Prophet Muhammad  sagte sinngemäß:

„Zwischen meinem Grab und meiner Kanzel befindet sich ein Bereich, der am Tag des Jüngsten Gerichts ins Paradies gebracht wird.“

Wisse, die Moschee des Propheten Muhammad  war mit dem Haus von ^Â’ischah verbunden. Nachdem der Prophet  in dieser Hudjrah starb, wurde er dort beigesetzt.

Wenn du die Moschee betrittst, so besuche sein Grab und küsse die Hudjrah. Es wurde nach einer vertrauenswürdigen Aussage überliefert, dass der Gefährte Bilâl Al-Habaschiyy, möge Gott ihm gnädig sein, als er von der Schâm-Region kam, um den Propheten Muhammad  zu besuchen, das Grab des Propheten  aufsuchte, fing an zu weinen und rieb sein Gesicht mit an Erde des Grabes.

Auch wurde von Fakhru d-Din Ibnu ^Asâkir überliefert, dass Imâm ^Aliyy Ibnu Abî Tâlib über seine Frau timah, die Tochter des Propheten Muhammad, ÷ berichtet, dass sie ähnlich handelte, als der Prophet starb und beigesetzt wurde. Sie kam und stellte sich neben das Grab ihres Vaters, des Propheten, nahm etwas Erde von seinem Grab in die Hand und legte sie auf ihre Augen und sagte weinend:

ماذَا عَلَى مَنْ شَمَّ تُربَةَ أَحْمَدٍ,  أَنْ لا يَشَمَّ مَدَى الزَّمَانِ غَوَالِيَا

صُبـَّتْ عليَّ مَصائِبُ لو أنَّهَا, صُـبَّتْ عَلَى الأَيَّامِ عُدْنَ لَيالِيَا

Was ist mit dem, der die Erde, die den Propheten Ahmad umgibt, riecht?

Der wird niemals in seinem Leben einen schöneren Duft vorfinden.

Mich überkamen Heimsuchungen, die, wenn sie auf den Tag träfen, ihn in die Nacht verwandeln würde.

Als die Moschee des Propheten Muhammad  leer war, gingen einige Gefährten zur Rummânah des Minbar. Die Rummânah ist ein Teil des Minbar des Propheten, welches rund ist und auf die der Prophet häufig seine Hand legte. Sie berührten es und machten Bittgebete.

Wer die Stadt des Propheten besucht, sollte seine Zeit mit guten Taten füllen, die Spuren des Propheten und denen der Gefährten folgen.

Die islamischen Gelehrten pflegten, wenn sie die Stadt des Propheten aufsuchten, große Anstrengung auf sich zu nehmen, um etwas von ihrem Segen zu erlangen. Sie gingen so weit, dass sie von der Milch der mädinensischen Kamelstuten tranken und sagten, vielleicht hat diese Kamelstute von den Gräsern gefressen, die an einem Platz wuchsen, auf dem einst der Prophet trat.

Bruder im Islam halte dich in der Nähe des Grabes des Propheten auf, gönne deinen Augen einen Blick auf die grüne Kuppel und vergiss nicht, die Grabstätte Al-Baqî^ aufzusuchen. Es ist empfehlenswert Al-Baqî^  jeden Tag aufzusuchen, insbesondere an den Freitagen. Und dies natürlich, nach dem du den Propheten und seine beiden Gefährten Abû Bakr und ^Umar, möge Gott ihnen gnädig sein, begrüßt hast.

Wenn der Besucher Al-Baqî^ betritt, so soll er folgendes sagen:

As-Salâmu ^Alaykum Dâra Qawmin Mu’minîn Wa’innâ In Schâ’a l-Lâhu Bikum Lâhiqûn. Allâhumma Ghfir Li’ahli Baqî^i l-Gharqad. Allâhumma Ghfir Lanâ Wa Lahum.“

Im Baqî^ wurden tausende von den Gefährten beigesetzt u.a. ^Uthmân Ibn ^Affân, ^Abdu r-Rahmân Ibn ^Awf und einige Frauen des Propheten Muhammad  wie z.B. ^Â’ischah, Hafsah und Ummu Salamah.

Ebenfalls wurden dort die Töchter des Propheten Muhammad  timah, Ummu Kulthûm, Ruqayyah und Zaynab beigesetzt. Dort findet man auch die Gräber von  ´Ibrâhîm, dem Sohn des Propheten Muhammad , Al-Hasan Ibn ^Aliyy, Zayn Al-^Âbidîn, Safiyyah Bintu ^Abdi l-Muttalib, die Tante des Propheten Muhammad  und Imâm Mâlik Ibnu Anas, der Imâm von Al Madînah.

Es ist ebenfalls empfohlen, die Gräber der Gefährten am Uhud aufzusuchen und dies am besten an einem Donnerstag, beginnend mit dem Grab des Gefährten Hamzah, dem Onkel des Propheten Muhammad  .

Es ist sehr erwünscht, die Qubâ‘-Moschee, vorzugsweise am Samstag, zu besuchen, da der Prophet Muhammad  sinngemäß sagte:

Das Verrichten eines Gebetes in der Qubâ‘-Moschee ist wie das Ausführen einer ^Umrah„.

Sie war die erste Moschee, die in der Stadt Al-Madînah errichtet wurde. Wünschenswert ist es, den Brunnen Arîs aufzusuchen, von seinem Wasser zu trinken und damit die Teilwaschung zu verrichten. Es wurde überliefert dass, der Prophet Muhammad  in diesem Brunnen gespuckt hat und sein ungenießbares Wasser daraufhin trinkbar wurde. Er befindet sich in der Nähe der Qubâ‘-Moschee.

Es sei den Muslimen ans Herz gelegt, so viel wie möglich von der Stadt Madînah zu besichtigen, so auch die sieben Brunnen, deren Wasser der Prophet für die Teilwaschung und die Waschung verwendete und trank.

Die Stadt Madînah ist erfüllt von Segen, ihre Luft und ihre Erde sind gesegnet. Es wurde überliefert, dass der Gesandte Gottes Muhammad  etwas Erde von Madînah in die Hand nahm, etwas von seinem reinen Speichel dazugab und es auf eine kranke Person legte und sinngemäß sagte:

Im Namen Gottes wird unsere Erde mit unserem Speichel, mit dem Willen Gottes, unseren Kranken heilen

Wir bitten Allâh, den über alles Erhabenen, dass wir zu denen gehören, welche die Fürbitte des Propheten Muhammad  erhalten und dass wir den Propheten Muhammad  besuchen und uns in seiner Nähe aufhalten werden.

Dieses dazu und Allâh weiß es am besten.

 

 

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Veröffentlicht am 25. Oktober 2011 in Islamische Traditionen und mit , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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